Wohnungskredit berechnen: Wie viel Kredit bekommst du wirklich?

Du träumst davon, deine erste Wohnung zu kaufen? Dann stellst du dir wahrscheinlich die wichtigste Frage: Wie viel Kredit bekomme ich eigentlich? Diese Frage beantwortet sich nicht einfach so, aber ich zeige dir, wie du deinen Wohnungskredit realistisch berechnen kannst. Mit ein paar einfachen Schritten wirst du verstehen, welches Budget für dich persönlich passt – ohne dich dabei zu überfordern.

Das Wichtigste zuerst: Dein Eigenkapital

Bevor du dich mit Kreditberechnung befasst, musst du wissen, wie viel Geld du selbst mitbringst. Das nennt sich Eigenkapital, und es ist der erste Baustein deines Traums vom Eigenheim.

Banks wollen sehen, dass du selbst einen Teil der Immobilie finanzierst. Das ist für dich sogar vorteilhaft: Mit mehr Eigenkapital bekommst du bessere Zinsen. Eine gute Faustregel ist, mindestens 10–20 % der Kaufsumme selbst zu bezahlen. Manche Banken geben auch Kredite mit nur 5 % Eigenkapital, aber dann zahlen Sie höhere Zinsen.

Schreib also auf: Wie viel Geld hast du auf der hohen Kante? Berücksichtige auch, dass du Geld für Makler, Notargebühren und Grunderwerbsteuer brauchst – zusammen oft 8–12 % der Kaufsumme. Das sollte auch aus deinem Budget kommen.

Das Netto-Einkommen: Die Grundlage der Kreditentscheidung

Die Bank schaut sich dein Netto-Einkommen an – also das, was wirklich auf deinem Konto ankommt. Je höher dein regelmäßiges Einkommen, desto mehr Kredit bekommst du.

Banks nutzen dabei eine einfache Regel: Deine monatliche Kreditrate sollte nicht mehr als 35–40 % deines Netto-Einkommens ausmachen. Das klingt technisch, bedeutet aber praktisch: Wenn du 2.500 Euro netto verdienst, sollte deine monatliche Rate zwischen 875 und 1.000 Euro liegen.

Wenn du selbstständig bist oder freiberuflich arbeitest, kann es etwas komplizierter werden. Banken schauen sich da oft mehrere Jahre Steuererklärungen an. Aber keine Sorge – viele Banken kennen sich damit aus und beraten dich gerne.

So berechnest du deinen maximalen Wohnungskredit

Jetzt geht es ans Rechnen. Keine Angst – es ist einfacher, als es klingt:

  • Schritt 1: Schreib dein monatliches Netto-Einkommen auf.
  • Schritt 2: Rechne 35 % davon aus. Das ist deine maximale monatliche Kreditrate.
  • Schritt 3: Multipliziere diese Rate mit 12 und dann mit 20. So bekommst du eine grobe Schätzung für den Kreditbetrag (bei einer 20-jährigen Laufzeit).
  • Schritt 4: Addiere dein Eigenkapital zu diesem Betrag. Das ist dein maximales Budget für die Immobilie.

Ein Beispiel: Anna verdient 2.500 Euro netto. 35 % sind 875 Euro. 875 × 12 × 20 ÷ 1.000 ≈ 210.000 Euro Kredit. Mit 50.000 Euro Eigenkapital könnte Anna eine Immobilie für etwa 260.000 Euro kaufen.

Das ist natürlich eine Faustregel, und die genaue Berechnung macht die Bank mit dir zusammen. Aber jetzt hast du eine erste Orientierung.

Weitere Faktoren, die deine Kreditfähigkeit beeinflussen

Die Banken schauen nicht nur auf dein Einkommen. Es gibt noch andere wichtige Punkte:

Deine Bonität: Das ist deine Kreditwürdigkeit. Die Schufa-Auskunft zeigt, ob du in der Vergangenheit zuverlässig Rechnungen bezahlt hast. Eine gute Bonität bedeutet bessere Zinsen.

Bestehende Schulden: Wenn du noch einen Autokredit oder Ratenkredite abbezahlst, zählt das mit hinein. Die Bank rechnet diese Schulden in deine Ausgaben ein und reduziert damit dein verfügbares Budget.

Altersvorsorge und Versicherungen: Banken berücksichtigen auch, dass du Rentenbeiträge, Krankenversicherung und eventuell Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlst. All das zählt zu deinen regelmäßigen Ausgaben.

Laufzeit des Kredits: Wenn du den Kredit über 25 oder 30 Jahre verteilst statt über 20, sinkt deine monatliche Rate – aber du zahlst insgesamt mehr Zinsen. Das ist ein wichtiger Punkt beim Wohnungskredit berechnen.

Zinssatz: Der aktuelle Zinssatz hat großen Einfluss. Bei höheren Zinsen kannst du weniger Kredit bekommen, weil die Rate steigt. Darum lohnt es sich, verschiedene Angebote zu vergleichen.

Häufige Fragen

Kann ich einen Wohnungskredit berechnen, wenn ich nur Teil-Zeit arbeite?

Ja, absolut. Banken berücksichtigen dein tatsächliches Netto-Einkommen. Wenn du Teil-Zeit 1.500 Euro verdienst, rechnen sie damit. Wichtig ist, dass dein Arbeitsverhältnis stabil ist. Ein unbefristeter Vertrag hilft dabei.

Was passiert, wenn mein Einkommen unregelmäßig ist?

Bei unregelmäßigem Einkommen schauen Banken auf deinen Durchschnitt der letzten Jahre. Wenn du als Freiberuflerin arbeitest, solltest du deine letzten 2–3 Steuererklärungen mitbringen. Das erleichtert die Beantragung eines Wohnungskredits erheblich.

Bekomme ich einen besseren Zinssatz, wenn ich mehr Eigenkapital habe?

Ja. Mit 20 % Eigenkapital bekommst du bessere Konditionen als mit nur 5 %. Das liegt daran, dass dein Risiko für die Bank sinkt. Du solltest also sparen, wenn es dir möglich ist.

Fazit: Dein Weg zum passenden Wohnungskredit

Einen Wohnungskredit zu berechnen, ist gar nicht so kompliziert wie es am Anfang wirkt. Du brauchst drei Dinge: dein Eigenkapital, dein monatliches Netto-Einkommen und einen realistischen Blick auf deine weiteren Ausgaben. Mit diesen Informationen hast du bereits eine gute Basis, um zu wissen, wie viel Kredit für dich möglich ist.

Der nächste Schritt ist, mit einer Bank zu sprechen. Sie wird dir eine genaue Berechnung mit aktuellem Zinssatz geben und zeigen, welche Immobilien für dein Budget passen. Damit du auch die richtige Immobilie findest, schau dir kostenlos unsere Immobilienangebote an – perfekt zugeschnitten auf dein Budget. Und wenn du wissen möchtest, wie viel eine bestimmte Immobilie wert ist, nutze unsere kostenlose Immobilienbewertung. Viel Erfolg beim Kauf deiner ersten Wohnung!

Deutsche Immobilienvermittlung +

Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch

Deutsche Immobilienvermittlung Plus GmbH

Essener Str. 110
22419 Hamburg

E-Mail info@divplus.de